Besuchsdienst der Heinrich-Sanwald-Stiftung

In 11 Pflegeeinrichtungen in Kirchheim /Teck werden rund 550 pflegebedürftige Menschen versorgt. Seit über 30 Jahren besteht ein ganz besonderes Angebot der Heinrich-Sanwald-Stiftung: der Besuchsdienst. Verkürzt könnte man sagen: 11 Pflegeeinrichtungen, eine Stadt, ein Besuchsdienst.

Die Arbeit des Besuchsdienstes

Persönliche Kontakte und die Möglichkeit, außerhalb des Heims am sozialen Leben teilzuhaben oder die alten, lieb gewonnenen Interessen zu pflegen, sind für viele Heimbewohner*innen häufig nur mit den Engagierten des Besuchsdienstes möglich. Einfach Zeit, die den alten Menschen „geschenkt“ wird, stellt für diesen Personenkreis eine große Bereicherung des Alltags und somit eine Steigerung der Lebensqualität dar.
Eine Vielzahl bürgerschaftlich engagierte Frauen und Männer, darunter zahlreiche Jugendliche, sind für den Besuchsdienst tätig.
Hinzu kommen etliche Einzelpersonen und Gruppen, die sich projektbezogen oder in einzelnen Veranstaltungen ehrenamtlich einbringen.
Zu den Einzelbesuchen sind regelmäßige Spielnachmittage, Vorlese- und Gesprächsrunden, ein Tanztee mit Livemusik, Gymnastikstunden, Musikangebote, Besuche mit einem speziell ausgebildeten Hund sowie ein Jugendcafe mit den Jahren hinzugekommen.

Der Besuchsdienst ist, über den direkten Einsatz in den Pflegeeinrichtungen hinaus, ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens in Kirchheim: Mitarbeit in verschiedenen Gremien, Kooperation mit vielen Einrichtungen, Vereinen und Initiativen ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Kontakte bestehen nicht nur innerhalb der Altenhilfe, sondern auch in anderen Bereichen: Lebenshilfe, Kirchheimer Firmen, Pädagogisches Fachseminar, Schulen, Mehrgenerationenhaus Linde, Kindergärten, AK Asyl und viele andere mehr zeigen das breite Spektrum des Besuchsdienstes.

Organisation des Besuchsdienstes

Eine zu 45% hauptamtlich angestellte Fachkraft leitet den Besuchsdienst. Sie hält Kontakt zu allen Kirchheimer Pflegeeinrichtungen, ermittelt deren Bedarf und vermittelt die ehrenamtlich Engagierten. Den Ehrenamtlichen steht sie bei Fragen oder Problemen als Ansprechpartnerin zur Verfügung oder unterstützt einzelne Teams bei deren Planungen, Teambesprechungen, etc.
Die meisten Kooperationspartner sind gerne bereit, sich auf Experimente einzulassen und haben immer wieder selber neue Ideen.
Monatliche Treffen mit der Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und Fortbildungseinheiten zu verschiedenen Themen haben sich als Schulung für die bürgerschaftlich Engagierten bewährt.